Es ist wieder soweit, eine Buchmesse bäumt sich am Horizont des Kalenders auf und ich habe echt lange überlegt ob ich dieses Jahr wieder nach Frankfurt am Main fahre, denn vieles sprach bisher dagegen. Meine Reisegruppe von letztem Jahr hat dieses Jahr andere Pläne, ich bin vor kurzem erst umgezogen und das neue Semester steht auch so gut wie vor der Tür, generell schlägt mein Herz ohnehin mehr für die Leipziger Buchmesse da mir die Frankfurter etwas zu Trist und Bieder daherkommt. Vor einigen Wochen habe ich dennoch mit gemischten Gefühlen irgendwann Mitten in der Nacht meine Akkreditierung ausgefüllt, über AirBnB ein Zimmer & über die Navigator-App ein ICE-Ticket nach Frankfurt a.M. gebucht und werde von Freitag bis Samstag zwischen Agoraphobie und Alliterationen mit Angstschweiß an den Händen durch die viel zu engen Hallen huschen um irgendwie die vielen Veranstaltungen die ich mir herausgesucht habe auch anzusehen; was erfahrungsgemäß ohnehin nie so wirklich klappt.

Real Life Flausch: #notalonefbm17 und Blogger-Twitter-Treffen

Ihr seid das erste mal oder alleine auf der Buchmesse? Falls ihr das wollt und soziale Interaktion wünscht, müsst ihr natürlich nicht gänzlich alleine eure Runden drehen (auch wenn das auch wunderbar angenehm sein kann), sondern könnt über den Hashtag #notalonefbm, den die liebe Wortkunstsalat in’s Leben gerufen hat (Danke dafür!) Gleichgesinnte finden mit denen ihr zusammen die vielen Hallen erkunden könnt.

Am Samstag findet außerdem ein awesomiges Blogger-Twitter-Treffen um 16:00 in der Freundeskreis-Lounge im Foyer der Halle 4.0 statt.

Auch wenn ich nicht weiß wie viel soziale Interaktion für mich drin sein wird, werde ich ein türkise Seidenbändchen tragen und anderen Menschen des Buchbloggerbandendingsies sind dazu eingeladen gemeinsam Sozialphobie auszuleben dürfen mich gerne ansprechen.

Lieblingsserien und Buchmessen: Girl Cave

Ich habe mich diesen Sommer mal wieder so richtig verliebt. Nein, natürlich nicht in einen Menschen, sondern in eine Coming-of-Age Web-Serie die zu dem wundervollsten gehört was im deutschsprachigen Raum in der letzten Zeit so produziert wurde & die am Samstag auch auf der Buchmesse (Halle 3.0; Stand H135) vertreten sein wird. Girl Cave hat so ziemlich alles vom Narrativ bishin zu Story-Elementen richtig gemacht, was richtig zu machen wäre, um sich in mein Serienherz einzuflauschen (als wenn dies wegen des mit Arcade Fire Musik untermalten Trailers nicht bereits instant der Fall gewesen wäre): Es gibt wundervoll geschriebene, vielschichtige, weibliche Hauptcharaktere. Es geht um Fandoms und Geekzeugs, um Internet-Friendships, um das Aufwachsen in der Provinz und um klassische Coming-Of-Age Themen wie Freundschaft. Die ganze Rahmenhandlung ist, da ich selbst in einer Kleinstadt (zu der man drei mal in Regionalbahnen umsteigen muss um zum nächsten Fernbahnhof zu gelangen) aufgewachsen bin, mir so unglaublich vertraut gewesen und zu vielen Szenen hatte ich direkt einen Bezug und eigene Erinnerungen aus der inneren Fotowand beisteuern können. Ich freue mich daher riesig, Schauspieler*innen und hoffentlich auch ein paar Autor*innen in Frankfurt antreffen zu können. Das Blog Femgeeks hat eine ziemlich herzige Review zur Serie geschrieben.